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  • Ein seltener Mäusejäger- Die Wildkatze

    Lange Zeit wurde die Wildkatze - als blutrünstiger Killer verschrien - erbittert verfolgt und in Deutschland nahezu ausgerottet. Seit Wildkatze1934 steht sie unter strengem Schutz. "Zwar wird mancherorts in den letzten Jahrzehnten eine Bestandszunahme beobachtet, dennoch bleibt die Wildkatze in Deutschland stark gefährdet", so NABU-Sprecher Dr. W. Eberius. In NRW findet die vom Aussterben bedrohte Tierart einzig in der Eifel eine Heimat. Dort lebt mit vermutlich 1000 Tieren die zahlenmäßig bedeutendste deutsche Wildkatzenpopulation. Interessierte NaturfreundInnen werden den scheuen Waldbewohner aber auch im Nationalpark Eifel kaum zu Gesicht bekommen. Die Wildkatze lebt als Einzelgänger versteckt in großen, unzerschnittenen Waldgebieten. Sie liebt die Wärme und bevorzugt lichte Laub- und Mischwälder in Mittelgebirgen. Hier ruht sie tagsüber gerne auf einem Felsblock oder dicken Ast, von wo aus sie die Umgebung gut überblicken kann. Schon bei der geringsten Beunruhigung verschwindet das Tier im Unterholz. Erst abends geht die Wildkatze auf Jagd. "Kurz- und Langschwanzmäuse bilden die Hauptnahrungsquelle. Nur selten werden andere Kleinsäuger und Vögel erbeutet. Ein schwaches Rehkitz mag einmal Opfer sein, gesunde Tiere dieser Größe können aber nicht überwältigt werden", erklärt Dr. W. Eberius.

    WildkatzeDie Unterscheidung von Wild- und Hauskatze ist nicht immer leicht. "Viele Wildkatzen werden von Jägern abgeschossen, weil diese sie für streunende Hauskatzen halten", bedauert Dr. W. Eberius. Dabei leben beide Katzenarten meist räumlich getrennt. Nur gelegentlich kommt es zu "Blendlingen". Diese gehen dann aber eher in Hauskatzenbeständen auf. Wichtigstes Unterscheidungsmerkmal ist neben dem längeren grau- oder schwarzgestreiften Fell der Schwanz der Wildkatze. Dieser ist 25 - 40cm lang, buschig, trägt drei bis fünf dunkle Ringe und endet in einer stumpfen Schwanzspitze. Zudem ist die Hauskatze meist deutlich kleiner . Wildkatzen erreichen eine Körperlänge von bis zu 80cm  und wirken nicht so wuchtig.

    "Um den Wildkatzenbestand nachhaltig zu sichern", so Dr. W. Eberius "sollten letzte unzerschnittene Lebensräume unbedingt erhalten werden". Zudem müssten Waldränder vor einer weiteren Zunahme der Beunruhigung und Bebauung geschützt werden. Nur im Zuge einer naturnahen Forstwirtschaft könnten Strukturen entstehen, die den Wildkatzen als Lebensraumelemente dienen. So vermehre das Belassen von Totholz, Höhlenbäumen und Wurzeltellern geeignete Tagesverstecke und Wurfplätze. "Vielleicht schweift dann das scheue Tier auch bald außerhalb der Eifel umher", hofft Dr. W. Eberius.

     

     

     


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