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  • Fund verwaister Tierkinder
  • Igelfindlinge im Herbst
  • Nisthilfen für Vögel
  • Anlage eines Gartenteichs
  • Wilde Müllablagerungen
  • Heckenschnitt und Baumfällungen
  • Komposthaufen im Garten


  • Igelfindlinge im Herbst- oft brauchen sie unsere Hilfe... aber nicht immer!

    Jeder kennt den gestachelten Insektenfresser, viele haben ihn als Gast im eigenen Garten. Gemeint ist natürlich der Igel. Gerade jetzt Igel im Gartenin den Herbstmonaten bekommt man den Igel besonders häufig zu Gesicht. Das liegt daran, dass der Igel ab Ende Oktober bis Mitte November in den Winterschlaf übergeht. Dann schläft der Igel bis März durch. Da er in dieser Zeit nicht wach wird und auch nichts frisst, baut er bis zu 40% seines Körpergewichts ab. Während der Schlafphase sinkt sein Herzschlag auf 8 bis 9 Schläge pro Minute ab, und seine Körpertemperatur sinkt auf die Umgebungstemperatur herab. Doch bevor der Igel in den Winterschlaf übergehen kann, muss er sich gerade in den Sommer- und Herbstmonaten einen ordentlichen Fettvorrat anfressen. Nur dann kann er den Winterschlaf überleben. Tiere, die zu schwach sind, wachen oft im nächsten Frühjahr nicht mehr auf. Besonders junge Igel haben oft Probleme, sich einen genügend großen Fettvorrat anzufressen. Oft sieht man Igel, die nicht genügend auf den Winterschlaf vorbereitet sind, auch am Tage herumlaufen. Auch Igel, die bei Frost und Schnee noch aktiv sind, zeigen ein untypisches Verhalten. Bei solchen Tieren ist Hilfe erforderlich. Als Faustregel gilt, dass ein Igel ab 600g genügend Fettvorräte für den Winter hat. Sollte ein Igel krank, schwach oder stark untergewichtig sein, ist oft ein Tierarztbesuch anzuraten. Da Igel Wildtiere sind, behandeln Tierärzte diese oft umsonst. Neben Tierärzten gibt es auch die Möglichkeit, kranke oder schwache Igel sowie verwaiste Igeljungtiere zu einer so genannten Igelstation zu bringen. Diese Einrichtungen kümmern sich meist ausschließlich um Igel und verfügen über viel Erfahrung. In der Nähe von Düren gibt es eine Igelstation in Heinsberg (Internetadresse: www.igelstation-hs.de ). Dahin kann man sich auch wenden, wenn man verletzte Igel durch Hundebisse oder durch Verkehrsunfälle findet. Der häufigste Todesgrund für Igel ist und bleibt leider der Autoverkehr. Gerade im Herbst findet man eine Vielzahl von überfahrenen Igeln an Straßen.

    Doch nicht jeder Igel, den man jetzt findet, ist hilfsbedürftig. Man sollte das Tier genau beobachten, ob es sich seltsam verhält oder Verletzungen aufweist. Denn eine vermehrte Aktivität ist jetzt normal vor dem Winterschlaf. Gerade bei Tieren, die sich noch etwas Fett anfressen möchten. Die beste Möglichkeit einem Igel zu helfen, ist, dass man das nun herabfallende Laub in einer Ecke im Garten zusammenrecht, worin der Igel ein Nest bauen kann. Auch spezielles Igelfutter, das man im Tierfachhandel kaufen kann, kann dem Igel gereicht werden. So kann er noch zusätzliche Energie aufnehmen.

    Die wichtigste Regel bleibt jedoch, dass man nicht überstürzt handelt, wenn man einen Igel findet. Man sollte ihn zunächst nur beobachten und nur dann einschreiten, wenn er verletzt ist oder sich untypisch verhält wie zum Beispiel beim Herumlaufen am Tage.


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