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  • Pressebericht "Den Feldvögeln geht es schlecht"
  • Aktions-Tag der Artenvielfalt 14.Juni 2013
  • Gründung eines kreisübergreifenden Netzwerks zum Schutz der Bördelandschaft
  • Vogelzug-Stau in der Zülpicher Börde


  • Pressemitteilung                                                                                             1. März 2013

     
    Naturschutzverbände gründen „Netzwerk Lebendige Börde“
     
    Erftstadt-Friesheim. In der vergangenen Woche trafen sich Vertreter der Naturschutzverbände Naturschutzbund Deutschland (NABU) und Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) der Kreise Euskirchen,So sollte es sein... Düren, dem Rhein-Erft-Kreis und dem Rhein-Sieg-Kreis sowie der Kreisverband Natur- und Umweltschutz Kreis Euskirchen (KNU) und das Komitee gegen den Vogelmord e.V. aus Bonn im Umweltzentrum Friesheimer Busch in Erftstadt.
     
    Ziel war die Gründung eines Netzwerkes zum Schutz der Rheinischen Bördelandschaft als Teil der lebendigen Kulturlandschaft des Rheinlands.
    „Anders, als es vielleicht zunächst den Eindruck macht haben die Landschaften der Rheinischen Börden eine ganz besondere Tier- und Pflanzenwelt, die sich über Jahrtausende an die Bedingungen der Ackernutzung angepasst hat“ sagt Simone Bergheim, Pressesprecherin des „Netzwerk Lebendige Börde“.
    Doch geht es Grauammer, Kiebitz, Rebhuhn & Co. schlecht – sehr schlecht. Durch den ungebremsten Flächenverbrauch für Tagebaue, Abgrabungen, Gewerbegebiete, Straßen aber auch Windkraftanlagen und die immer intensivere Landwirtschaft mit zunehmendem Energiepflanzenanbau und immer größeren Mastanlagen, verschwinden die charakteristischen Arten dieser alten Kulturlandschaft, die einst die Felder, Wiesen und Obstgärten der Börde in großer Zahl bevölkerten.
     
    „Der anhaltende Rückgang ist besorgniserregend und hat sich besonders in den vergangenen fünf Jahren noch verschärft“ erläutert Simone Bergheim. „Selbst ein Aussterben einstiger Allerweltsarten, wie der Feldlerche, ist nicht mehr auszuschließen.
     
    Aus diesem Grund sehen die Naturschutzverbände in der Region akuten Handlungsbedarf, denn ca. 50 % der Landesfläche von NRW werden von Agrarlandschaften eingenommen.
     
    „Wer aufmerksam in der Börde unterwegs ist kann bemerken, wie schnell neue Straßen, Gewerbegebiete oder Windräder gebaut werden auf Kosten der dort vorkommenden Tierarten, aber auch zum Schaden des Landschaftscharakters“ erläutert Alexander Heyd vom Komitee gegen den Vogelmord. „Dabei wird jede Planung nur für sich betrachtet; eine koordinierte und ganzheitlich die verschiedenen Belange berücksichtigende und den ungehemmten Flächenverbrauch eindämmende Vorgehensweise gibt es nicht. Und dies ist nur eines der Probleme, die zum Artenschwund in der Agrarlandschaft führen,“ so Heyd weiter.
     
    Es gibt also viele Themen, mit denen sich das Netzwerk Lebendige Börde in Zukunft beschäftigen wird. Der Startschuss ist nun gefallen
     
     
     
    Gründungsteam 
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
    Foto: In der vergangenen Woche haben die Naturschutzverbände der Kreise Euskirchen, Düren, des Rhein-Erft-Kreises und des Rhein-Sieg-Kreises das Netzwerk Lebendige Börde gegründet um dem besorgniserregenden Artenschwund zu begegnen (Foto: Matthias Schindler)

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