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  • Der Eisvogel - Vogel des Jahres 2009


  • Ein buntes Juwel an den Schönungsteichen des NABU Düren

    Nach 36 Jahren wurde der farbenprächtigste Vogel Deutschlands erneut zum Vogel des Jahres 2009 gewählt. Seine Federn tragen Farbtöne von türkis, hellblau, schillernd grün bei einer orangeroten Brust. Die Rede ist vom Eisvogel. Dieser kleine, spatzengroße Meisterfischer ist trotz seiner Farben gar nicht so einfach in seinem Lebensraum zu entdecken. Man findet ihn an naturnahen Bächen, Flüssen, Seen und Teichen, wo er auf seinem Ansitz am Ufer nach kleinen Fischen, Wasserinsekten oder Amphibienlarven Ausschau hält. Hat er seine Beute erspäht, taucht er blitzschnell ins Wasser und schnappt sie sich mit unglaublicher Treffsicherheit. Wenn er genug gefischt hat, fliegt er rasant und dicht über dem Wasser zu seinem nächsten Ansitz. Doch um seine Nahrung zu finden, braucht er eine gute Wasserqualität. Diese Lebensräume sind jedoch zunehmend Mangelware in unseren Breiten, daher ist der Gewässerschutz ein wichtiger Punkt, um den Lebensraum dieses wunderschönen Vogels zu bewahren.

    Seine Jungen zieht er in einer selbst gegrabenen Höhle in einer steilen Uferböschung groß. Dabei fischt er unermüdlich nach Nahrung, um die nimmersatten Jungen zufrieden zu stellen. Da es auch häufig an Brutmöglichkeiten fehlt, kann man ihm durch abgestochene Uferböschungen und künstliche Nisthöhlen bieten.

    Auch bei uns im Kreis Düren ist er hin und wieder zu beobachten, besonders an der Rur und der Inde. Ein wichtiges Rückzugsgebiet des Eisvogels sind die Schönungsteiche der Kläranlage Düren, die von der örtlichen NABU Gruppe seit 1990 betreut werden. An der dort errichteten Beobachtungsstation lässt sich der Eisvogel noch relativ häufig beobachten. Dort findet er eine gute Wasserqualität und reichlich Nahrung vor. Mit etwas Glück kann man ihn dort auch wenigen Metern beobachten, wie er meisterhaft kleine Fische oder Kaulquappen fängt. Auch für andere seltene Wasservögel bieten die Schönungsteiche ein wichtiges Rückzugsgebiet, in dem sie nicht gestört werden und sich frei entfalten können. So werden regelmäßig Enten wie Reiher-, Tafel-, Kolben- und Krickente beobachtet sowie Nil- und Kanadagänse und Zwergtaucher beobachtet. Auch Silberreiher, Seidenreiher, Zwergsäger, Haubentaucher, Rohrdommel, Wasserralle, Kleines Sumpfhuhn, Löffelenten und Knäkenten wurden schon gesehen. Doch nicht nur Vögel fühlen sich an den Schönungsteichen wohl, auch eine sehr große Amphibienpopulation nutzt die Teiche als Laich- und Lebensgewässer. Wie man sieht lohnt sich ein Besuch an unserer Beobachtungsstation alle Male, um solche seltenen Arten zu beobachten. Mit etwas Glück begegnen auch sie dem Juwel der Vogelwelt.

     

     


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