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  • Das Purpurknabenkraut - Orchidee des Jahres 2013

    Der Arbeitskreis Heimische Orchideen (AHO) hat das Purpurknabenkraut (Orchis purpurea) zur Orchidee des Jahres 2013 gewählt. Damit lässt der AHO diese Ehre einer der schönsten Orchideenarten Deutschlands zuteil. Doch ohne Schutzmaßnahmen wird diese Art auch bei uns bald verschwunden sein.

    Das Purpurknabenkraut zählt mit seiner Wuchshöhe von fast 65cm zu den größten und imposantesten Orchideen Deutschlands. Die große und kräftige Pflanze mit ungefleckten Laubblättern bildet schon ab Februar kräftige Rosetten aus. Aus diesen bildet sich der große Blütenstand aus. Die Blütezeit erstreckt sich je nach Temperatur und Feuchtigkeit von Anfang/Mitte Mai bis Mitte Juni. Der bis zu 25cm lange Blütenstand kann bis zu 100 Einzelblüten enthalten. Die Farbe der Blüte variiert zwischen weiß und dunkelviolett. Allerdings sind sie meist purpurfarben. Auf der großen Lippe der Blüte befinden sich viele purpurfarbene Papillen.

    Verwechseln kann man das Purpurknabenkraut besonders mit dem Helmknabenkraut und dem im Süden Deutschlands vorkommenden Affenknabenkraut. Auch können Hybriden zwischen diesen drei Arten entstehen. Hybriden mit anderen Orchideenarten sind ebenfalls schon entdeckt worden.

    Der Lebensraum des Purpurknabenkrauts kann sehr vielfältig sein. Oftmals wachsen sie an Gebüschrändern oder auf Halbtrockenrasen. Dort wächst sie zumeist an südexponierten Hängen, da die Art sehr wärmeliebend ist. Aber auch in lichten Laub- und Mischwäldern kann man das Purpurknabenkraut finden. Entscheidend ist immer das Vorhandensein von Kalk in ihrem Wuchsort.

    Die Hauptverbreitung des Purpurknabenkrauts erstreckt sich von der Mitte Deutschlands über den Südwesten bis in den Süden des Landes. Auch im Kreis Düren wächst das Purpurknabenkraut noch an einer Stelle, die streng geschützt wird. In den angrenzenden Kreisen wie Euskirchen gibt es noch gute Bestände. Wichtig für diese Art bleibt der Schutz ihrer Standorte. An Waldstandorten ist es wichtig, dass durch Pflegeeinsätze genug Licht an die Pflanzen kommt. Auf den Trockenrasenstandorten stellt die Verbuschung das größte Problem dar. Daher werden diese Standorte regelmäßig im Winter gemäht.


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