NABU Kreisverband Düren

nicht-barrierefreie Darstellung * Suche

Sie befinden sich hier: Startseite > Stellungnahmen > 

Hauptmenü

  • Eine Ebene nach oben
  • Rurbrücke Hausen
  • Bebauungsplan Opherten
  • Kletterwald Eschauel
  • Streckenfunkstelle an der Bahnstrecke Düren-Zülpich
  • Photovoltaik Stockheimer Landstraße
  • Antrag auf Planfeststellung gemäß § 68 WHG für die Beseitigung des Lucherberger Sees
  • Windenergie Aldenhoven - Erweiterung 6. WEA
  • 30. Änderung des FNP der Stadt Linnich „Windenergie Körrenzig-Kofferen-Hottdorf, Boslar und Gereonsweiler und BBP Nr. 6 Windenergie Gereonsweiler-Linnich
  • Bebauungsplan Welldorf Nr. A14 "Alte Fachhochschule"
  • Entwurf der 3. Änderung des BBP B 20 „Weitere östliche Erweiterung des Gewerbegebietes Forstweg“, Ortschaft Oberzier
  • Mountainbike Park Hürtgenwald
  • Hähnchenmastanlage in Linnich Gem. Glimbach
  • Windenergie Gereonsweiler


  • Photovoltaik Stockheimer Landstraße

     

    BUND-Logo                                                NABU Logo

     

     

    An                                                                                    Düren, 13.11.2017 

    Stadt Düren 

    Amt für Stadtentwicklung 

    Abteilung Planung 

    Kaiserplatz 2-4 

    52348 Düren

     

     

     

    Betr.: BBP Nr. 1/32 „Photovoltaik Stockheimer Landstr.“ 

              Ihr Zeichen: 61.1 

              Landesbüro Zeichen: DN 8-11.17 BLP

     

     

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    zu obiger Planung geben die Naturschutzverbände folgende Stellungnahme ab.

     

    Die Naturschutzverbände setzen sich seit langem nachdrücklich für eine umfassende Energiewende ein und begrüßt ausdrücklich die Förderung und den Ausbau aller erneuerbaren Energien, insbesondere auch den der Solarenergie/Photovoltaik. Diese Technik ist besonders klimaschonend und kann da emissionsfrei überall im besiedelten Bereich unmittelbar beim Verbraucher eingesetzt werden.

     

    Flächenauswahl

     

    Bei der Flächenauswahl für die Bebauung mit Freiflächenphotovoltaikanlagen sollten grundsätzlich immer Flächen mit geringem ökologischen Wert genutzt werden. Dadurch sinken zum einen die Kosten für ansonsten sehr umfangreiche naturschutzfachliche Gutachten und Kompensations- sowie Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen, was im Endeffekt die Wirtschaftlichkeit einer solchen Anlage steigert (u. a. auch durch schnelleren Baufortschritt). Zum anderen bleiben Flächen mit hohem Naturschutzwert (z. B. mit Vorkommen seltener Arten, gewässerreiche Gebiete) unbebaut und bieten weiterhin einen Lebensraum für darin lebende Arten bzw. Lebensgemeinschaften. Dadurch bleibt die wichtige Funktion solcher Flächen als Biotopverbundelement in der sonst sehr intensiv genutzten Landschaft erhalten. Durch eine im Vorfeld eines Vorhabens gut durchdachte Flächenauswahl können Freiflächenphotovoltaikanlagen insgesamt wirtschaftlicher und naturverträglicher umgesetzt werden.

     

    Biotopkartierung        

     

    Bei dem Plangebiet handelt es sich um eine Restriktionsfläche (Offenland)  die grundsätzlich für Freiflächenvoltaik genutzt werden kann. Durch das Vorhandensein von Gehölzaufwuchs ,verschiedene Sukzessionstadien, Kleingewässern  einem generellen Strukturreichtum (Rohböden, Totholz, Stein-/Geröllhaufen etc.) und Gebäuden bzw. Gebäuderesten.

     

    Artenschutzprüfung II 

     

    Aufgrund der Nähe zur Drover Heide wäre es durchaus möglich, dass diese Strukturen vom Ziegenmelker aufgesucht werden, der mit gut über 30 Paaren in der Drover Heide brütet. Gleiches gilt auch für die Heidelerche. Daher sollten diese Arten gezielt untersucht werden.

     

    Ebenfalls ist aus dem Kreis Düren bekannt, dass solche Abbruchflächen und Brachflächen vom Steinschmätzer aufgesucht werden. Beispiele hierfür ist die Merscher Höhe. Daher sollte die Fläche auch auf den Steinschmätzer hin untersucht werden.

     

    Wir halten es auch für wahrscheinlich, dass die Kreuz- eventuell sogar die Wechselkröte auf den Planungsflächen vorkommen könnte, wenn dort flache Mulden, die temporär Wasser führen, vorhanden sind. Somit sollte man von April bis August kontrollieren, ob Laich in solchen Wasserstellen zu finden ist. Vorhandene Vorkommen befinden sich in der Nähe in der Drover Heide und der Stadt Düren 

    Beim Antreffen dieser Arten sollten funktionale, im Planungsumfeld befindliche Ausgleichmaßnahmen ergriffen werden. 

    Eine Aufforstung lehnen wir ab. Das Plangebiet sollte durch Pflegemaßnahmen offen gehalten werden.  

    Wir stimmen der Planung unter diesen Voraussetzungen zu.

     

    BUND Kreisgruppe Düren                                         NABU Kreisverband Düren

     


    Zusätzliche Informationen anfordern... Zusätzliche Informationen anfordern...


    Seitenanfang | Sitemap | News-Archiv | Impressum | Kontakt | E-Mail
    © 2018 NABU Kreisverband Düren