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  • PRESSEMITTEILUNG NABU NRW | Nr. 17/18 | 23. MÄRZ 2018

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    NRW muss für sofortiges Verbot insektenschädigender Neonikotinoide eintreten

    NABU fordert Landwirtschaftsministerin Schulze Föcking und den Landtag  zu konkretem Handeln auf

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    Düsseldorf – Anlässlich der gestrigen Beratungen im Fachausschuss der EU-Kommission über ein Verbot besonders insektenschädigender Pestizide aus der Wirkstoffgruppe der Neonikotinoide forderte NABU-Landesvorsitzender Josef Tumbrinck ein schnelles Verbot der Insektengifte für Äcker, Wiesen und Gärten in Nordrhein-Westfalen. „Es ist völlig unverständlich, dass die Landesregierung die Ergebnisse der aktuellen Studie der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) zu den fatalen Folgen der Neonicotinoide angesichts des fortschreitenden Insektensterbens offensichtlich ignoriert“, so Tumbrinck. Stattdessen setze sie auf ein weiter so wie bisher. Dies sei das völlig falsche Signal.

     

    „Während Frankreich mit dem Totalververbot von Neonicitinoiden vorausgeht, verharrt NRW in der Vergangenheit. Glaubwürdigkeit sieht anders aus“, kritisierte der NABU-Landeschef, die am Mittwoch vorgelegte Antwort der CDU- und FDP-Fraktion auf eine Anfrage der Grünen „Zum Erhalt der Insektenvielfalt und dem Verbot von Neonicotinoiden. Darin stellt der Landtag zwar fest, dass die EFSA kürzlich in ihrer Studie die fatale Wirkung von Neonicotinoiden auf Wild- und Honigbienen bestätigte, hält ein totales Verbot aber für voreilig und will zunächst weitere Erkenntnisse sammeln sowie nach Alternativlösungen für den Einsatz von Neonicotinoiden suchen. 

     

    Der NABU NRW fordert Landwirtschafts- und Umweltministerin Schulze Föcking daher auf, das Insektensterben wirklich ernst zu nehmen und nicht länger nur auf weitere Forschungen zu setzen. Die bisher vorliegenden Erkenntnisse seien erdrückend genug und machten ein zeitgleiches Handeln erforderlich. Sonst gäbe es in zehn Jahren keine Insekten mehr, die man noch schützen könnte. Deshalb müsse Umweltministerin Schulze Föcking sich bedingungslos für ein EU-weites Verbot der Neonicotinoide einsetzen und entsprechende Signale an die neue Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner senden.

     

    Speziell geht es um die Insektengifte Imidacloprid, Clothianidin und Thiamethoxam. Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen haben bisher nachgewiesen, dass Neonikotinoide Insekten hochgradig schädigen. Honigbienen etwa verlieren unter Einwirkung des Gifts ihre Orientierung und können sich schlechter fortpflanzen. Weltweit weisen drei von vier Honigproben Rückstände von Neonikotinoiden auf. 

     

    Auf Bundeseben hatten die Umweltverbände, BUND, NABU und der DNR gestern die Bundesregierung ebenfalls aufgefordert, auf europäischer Ebene das geplante Verbot bedingungslos zu unterstützen und sich darüber hinaus für ein Verbot der gesamten Wirkstoffgruppe einzusetzen. Denn vom derzeit diskutierten Verbot wären lediglich drei Neonikotinoide betroffen, zugelassen sind jedoch viele weitere.

     

    Für Rückfragen:

    Josef Tumbrinck, Vorsitzender NABU NRW, mobil: 0171 3867379

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    Herausgeber: NABU Nordrhein-Westfalen, 40219 Düsseldorf

    Redaktion: NABU-Pressestelle NRW, Birgit Königs (verantwortlich)

    Tel. 0211.15 92 51 - 14 | Fax -15 | E-Mail: B.Koenigs@NABU-NRW.de


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