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    NR 33/18 | 04. Juni 2018

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    „Zukunft für den Nationalpark Senne“

    Naturschutzverbände rufen zur Unterschriftenaktion auf

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    Düsseldorf/Paderborn –  „Zukunft für einen Nationalpark in der Senne“ lautet das Motto, mit dem sich die beiden größten deutschen Naturschutzverbände BUND und NABU zusammen mit der LNU, attac, dem Förderverein Nationalpark Senne-Eggegebirge, Greenpeace Paderborn und der Arbeitsgemeinschaft der Paderborner Natur- und Umweltschutzverbände gegen eine geplante Änderung des Landesentwicklungsplans (LEP) in NRW wenden. Nach dem Kabinettsbeschluss vom 15. April 2018 soll die Option gestrichen werden, dass nach Aufgabe der militärischen Nutzung des Truppenübungsplatzes Senne dort ein Nationalpark errichtet werden kann.

     

    Auf der Internetseite www.unsere-senne.de haben die Naturschutzverbände jetzt eine landesweite Unterschriftenaktion gestartet. Mit dem Slogan „Unsere Senne“ soll deutlich gemacht werden, dass es nach 125 Jahren militärischer Nutzung an der Zeit ist, diesen einzigartigen Naturraum sowohl als Schutzgebiet zu sichern als auch für Menschen erlebbar zu machen. Ein solch großes Naturgebiet, in dem über 100 Jahre lang schädliche Einflüsse industrieller Landwirtschaft und anderer Nutzungen herausgehalten wurden, gibt es kein zweites in NRW. Jetzt gilt es, dieses einzigartige Naturerbe vor schädigenden Nutzungen gleich welcher Art zu bewahren. Gutachten haben bestätigt, das dafür nur die höchste Schutzkategorie, die das deutsche Naturschutzrecht kennt, in Frage kommt. „Die Senne muss der 17. Nationalpark in Deutschland werden!“ fordern daher die nordrhein-westfälischen Naturschutzverbände mit ihrer Unterschriftenaktion.

     

    Großes Unverständnis über die Herausnahme der Nationalpark-Option aus der Zielformulierung des LEP äußerte die Vorsitzende des Fördervereins Nationalpark Senne-Eggegebirge Erdmute von Voithenberg: “Auf die Forderung unseres Fördervereins war der Nationalpark als ein mögliches Ziel erst in den LEP eingefügt worden und nun wird er einfach wieder gestrichen – ohne irgendeine Begründung!“

    Als deutschlandweit einzigartiger Hot-Spot der Artenvielfalt mit beinahe 1.000 Rote-Liste Arten der Tier- und Pflanzenwelt erfüllt die Senne nach Auffassung des NABU-Vorsitzenden Josef Tumbrinck alle fachlichen Kriterien für eine Nationalparkausweisung. „Sowohl die auf ca. 40 % der Fläche vorhandene offene Heidelandschaft also auch die von naturnahen Bachläufen durchzogenen Wälder auf 60 % der Fläche lassen sich so am besten schützen“, ergänzte der NABU-Landeschef.

    „Wenn jetzt die Option für einen Nationalpark Senne aus dem Landesentwicklungsplan gestrichen wird, setzt die Landesregierung damit den Schutz eines einzigartigen Naturgebietes von nationaler und internationaler Bedeutung aufs Spiel“, so BUND-Vorsitzender Holger Sticht. „Die Senne kann nur durch Nationalparkausweisung als besonders wertvolles Natur- und Wildnisgebiet langfristig einer ökonomischen Nutzung entzogen werden“, ist der BUND-Vorsitzende überzeugt.

     

    Die Perspektive eines Nationalparks in der Senne – darin sind sich die Träger der Unterschriftenaktion einig – würde auch für viele Kommunen in der ostwestfälischen Bäder- und Touristikregion von Vorteil sein. Die Öffnung der Senne für naturverträgliche Erholung und Erlebnisangebote in Verbindung mit der Marke „Nationalpark“ könne sich zu einem Highlight für den ostwestfälischen Tourismus entwickeln.

     

    „Wir erwarten,“ so Fritz Buhr von der Arbeitsgemeinschaft der Paderborner Natur- und Umweltschutzvereine, „dass nicht nur die Kommunen im Umfeld einer geplanten Nationalparkkulisse, sondern auch Großstädte wie Bielefeld und Paderborn am Rande eines zukünftigen Nationalparks sich dafür einsetzen, dass die Option für einen Senne-Nationalpark im Landesentwicklungsplan weiter verfolgt wird. Alle Kommunen, Politikerinnen und Politiker, insbesondere alle Landtagsabgeordnete aus der Region, werden von den Naturschutzverbänden aufgefordert, die Ziele der Unterschriftenaktion zu unterstützen. Bürgerinnen und Bürger können bis Mitte Juli bei der Landesregierung Widerspruch gegen die Änderung des Landesentwicklungsplanes einlegen.

     

    Weitere Infos zur Aktion auch unter www.nabu-nrw.de.

     

    Für Rückfragen:

    Markus Förster, NABU-Infozentrum Senne im Prinzenpalais, mobil: 0179-7107547

     

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    Herausgeber: NABU Nordrhein-Westfalen, 40219 Düsseldorf

    Redaktion: NABU-Pressestelle NRW, Birgit Königs (verantwortlich)

    Tel. 0211.15 92 51 - 14 | Fax -15 | E-Mail: B.Koenigs@NABU-NRW.de


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